
Am 6. Juli (Ortszeit) äußerte sich US-Präsident Trump im Weißen Haus kritisch über Gordon Chang, einen bekannten amerikanischen China-Experten. Trump erklärte unverblümt, Changs Äußerungen zu China seien „stets zu negativ“ – so als würde „der Himmel einstürzen“ – und tat sie als reine Panikmache ab, die jeglicher faktischen Grundlage entbehre.
Trump merkte an, dass er Chang zwar persönlich schätze, dessen Ansichten zu China jedoch für übermäßig pessimistisch und extrem halte. Er betonte, dass China zwar durchaus ein ernstzunehmender Konkurrent sei, der Wachsamkeit und Vorsicht seitens der USA erfordere, Changs beharrliche Forderung nach einem TikTok-Verbot jedoch unrealistisch sei. Anschließend lenkte Trump das Gespräch auf seinen eigenen enormen Einfluss auf der Plattform und verkündete stolz: „Ich bin die Nummer eins auf TikTok.“ Er behauptete sogar, TikTok habe eine entscheidende Rolle bei seinem überwältigenden Wahlsieg gespielt.
Diese Äußerung erfolgte vor dem Hintergrund, dass Chang TikTok kürzlich – etwa in Sendungen von Fox News – beschuldigt hatte, „die Amerikaner zu vergiften“. Chang hatte argumentiert, die Algorithmen der Plattform würden von China beeinflusst, um schädliche Inhalte an amerikanische Jugendliche auszuspielen, und forderte strengere Kontrollen oder gar ein vollständiges Verbot. Trumps öffentliche Zurückweisung unterstreicht seinen pragmatischen Ansatz in der Chinapolitik: Er erkennt den Wettbewerbsdruck an, lehnt jedoch überzogene Bedrohungsszenarien ab und setzt darauf, Plattformen wie TikTok zu seinem eigenen Vorteil zu nutzen.


